Weisheitsskala vom Direktor des Berliner
Max-Planck-Institutes (MPI) für Bildungsforschung Professor Paul Baltes*
und
Prof. Ursula Staudinger von der techn. UNI Dresden.
*
Psychologe und Altersforscher
Weisheit
= Lebensklugheit.
Weisheit
= Der
Gipfel menschlicher Erkenntnisfähigkeit und menschlichen Handelns.
Wie
wird man weise/lebensklug? à 5 Säulen
n
Durch Lebenserfahrung. Wer viel erlebt kann sich andere Dinge und Lebensformen
leichter vorstellen. à Weisheit hat etwas mit
Alter und Erlebtem zu tun.
Die Qualitäten des Altes sind die Langzeitperspektive, die emotionale
Besonnenheit und die Lebensklugheit. Werden extreme Anforderungen an
körperliche Ausdauer und Erfahrung gestellt, dann ist Jugend ein Hindernis.
(Bergsteiger > 25 Jahre)
Das Fundament für die
Weisheit wird zwischen dem 14. und 25. Lebensjahr angelegt.
n
Durch Mentoren. Rat bei ihnen holen und abschauen, wie sie mit komplizierten
Lebensproblemen umgehen.
n
Durch den Persönlichkeitsfaktor. Nur wer flexibel, offen und neugierig ist sammelt
neue Erfahrungen.
n Eine Grundhaltung
kultureller Toleranz
n Das Zusammenspiel von
persönlichem und Gemeinwohl
Wer andere Religionen und Kulturen akzeptiert erweitert seinen Erfahrungsschatz.
Auf einem lebensklugen Weg ist derjenige, der nach
einem Optimum an Gutem im eigenen Leben und in der Welt strebt, ohne anderen
Schaden zuzufügen. = kantisches Imperativ der Weisheit.
Weisheit = Die
perfekte Synergie von Geist und
Charakter,
die
Fähigkeit ein guter Ratgeber zu sein,
und
um die Ungewissheiten des Lebens zu wissen.
D.h., Weisheit ist ein utopisches Ideal, also
unerreichbar.
MPI-Weisheitsskala reicht von 1 bis 7. Noch niemand
hat die 7 erreicht.
Man steigert sich, wenn man sich mit anderen
Menschen bespricht.
Laut Doktor Ute Kunzmann vom MPI für Bildungsforschung sind weise
Persönlichkeiten keine „happy-go-lucky-Typen“
Lebenskluge Persönlichkeiten kennen viele Probleme, sie wissen um die
Unwägbarkeiten des Lebens und sie kennen viele Emotionen. Deshalb zählen sie
nicht gerade zu den Menschen, die von Glück überfließen und auf einer Welle des
positiven Lebensgefühles reiten.)
Den letzten Satz stelle ich in Abrede,
zumindest für mich gilt dies nicht, ich bin sehr glücklich à Glück
Ulrich Rose