Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Die
Wirklichkeit ist das Ergebnis von Kommunikation.
Die
Wirklichkeit ist das Ergebnis der geführten Gespräche, der Erlebnisse (ob
positiv, ob negativ) mit unseren Freunden,
Feinden, Kollegen, Partnern, Zufallsbekanntschaften, Familienmitgliedern und im
Umgang mit den Behörden und Institutionen.
Während man kommuniziert findet Wirklichkeitsverfälschung statt.
Die
Wirklichkeit hängt in hohem Maße von der gelebten Wahrhaftigkeit ab.
Wahrhaftigkeit
bedeutet „Die Wahrheit sprechen und
leben in Übereinstimmung mit den Grundwerten“.
Dieser
letzte Satz reicht aber nicht aus um uns Menschen davon zu überzeugen, dass es
gut ist „Wahrhaftig“ zu sein, da die Wahrheit aussprechen und leben nicht in
allen Lebenssituationen vorteilhaft erscheint.
Hierfür
gibt es Beispiele genug, wie dem Todgeweihten die Wahrheit sagen u.s.w.
Außerdem
gilt die Wahrheit als sehr vielfältig interpretierbar und ist mit
Selbsttäuschung verbunden.
Im
Beziehungsgeflecht hat ein jeder gelernt, dass mache Dinge, die von der eigenen
Sicht aus betrachtet -- und
eindeutig
nicht zu widerlegen sind und nur einen Schluss, eine Wahrheit zulassen,
trotzdem vom Anderen
anders
betrachtet werden. Der Andere hat eine „andere Wahrheit“ parat!“ Warum dieses?
Im
Überlebenskampf hat der einzelne Mensch
seit Urzeiten für sich Taktiken und Verhaltensweisen zurecht
gelegt,
die es ihm ermöglichen scheinbar unbeschadet aus heiklen Situationen zu
entkommen.
Beispiel:
Im Kampf unterliegt jemand. Um für sich selbst die Niederlage einigermaßen
erträglich zu machen
und
aus der Situation nicht als totaler Verlierer hervorzugehen macht man sich vor:
Wenn ich an diesem Tage nicht dieses oder jenes Problem gehabt hätte, dann wäre ich der Sieger gewesen. Dies ist
Typ A.
Typ
B: Der richtige = wahrhaftige Ansatz wäre: An diesem Tage zu dieser Stunde
war der Gegner besser/überlegen gewesen.
Folgeüberlegung
von Typ B: Was muss ich unternehmen, um beim nächsten Zusammentreffen besser zu
sein und wie kann ich meine Siegchancen zu erhöhen.
Der
Typ A bereitet sich nicht für die nächste Auseinandersetzung optimal
vor, da er nicht wahrhaftig gedacht, da
er
sich was vorgemacht, sich angelogen hat. Die Wirklichkeit ist gebeugt worden.
Die
Folge: Beim nächsten Aufeinandertreffen wird der „Hätte-Effekt“ verstärkt
hervortreten und die
Selbstmotivation
etwas zu verbessern wird unterdrückt.
Weitere
mögliche Folge: Man traut sich nichts mehr zu, wird hilflos und sucht sich Ersatzbefriedigung
auf Betätigungsfeldern, wo ich dem Gegner (evtl.) überlegen bin und
überspielt/vergisst die Niederlagen.
Gesamtfolge:
Ich verdränge die Tatsachen und schaffe mir eine neue Wirklichkeit.
Verloren
geht dabei die Differenzierungsmöglichkeit. (Wo bin ich besser, wo bin ich
weniger gut)
In
unserer heutigen Gesellschaft und im Kampf um die Positionen in einer Firma ist
dies ähnlich:
Die
Mittel beim Kampf sind nicht mehr die Keulen, es sind die schon vorhandenen
Hierarchien und die aus der
Hierarchie
heraus sich ergebende Sprache seinem Mitarbeiter, Vorgesetzten, Untergebenen
gegenüber.
Ein
Untergebener will sich gegenüber einem Vorgesetzten keine Blöße geben und
beschönigt Fakten, er bildet sich neue Wahrheiten.
Ein
Vorgesetzter will sich gegenüber einem Untergebenen keine Blöße geben und wird
eigene Fehler nicht zugeben wollen, behauptet sich durch brüchige Argumente und
durch Lautstärke. Damit der Vorgesetzte vor sich
selbst
nicht als Lügner dasteht muss er sich eine neue Wahrheit bilden.
Generell
findet man bei Menschen, die sich was vormachen, sich und andere anlügen nicht
alle Grundwerte in sinnvoller Ausgewogenheit vorliegen.
Die
Grundwerte sind: Ehrlich, freundlich, hilfsbereit, höflich und zuvorkommend,
sich bedanken und sich entschuldigen können, loben können. Wissen, was ein
Versprechen ist à Versprechen einhalten.
Daraus
folgt:
Wer
die Grundwerte (dies sind keine Wahrheiten, sondern Wahrhaftigkeiten)
verinnerlicht hat kommt infolge seines Denkens mit größerer Wahrscheinlichkeit
zu „besseren Wahrheiten“ und zu wirklicheren Wirklichkeiten.
Wer
die Grundwerte nicht in großem Maße verinnerlicht hat kommt mehr zu den, an die
eigenen Befindlichkeiten angepasste Wahrheiten und zu verfälschten
Wirklichkeiten.
Am
schrecklichen Beispiel des 11. Sept. 2001, des Terroranschlages in New York
kann nach Wirklichkeiten gesucht werden:
Die
eine, wie auch die andere Seite hat ihre Wirklichkeit/Wahrheit. Nur wer hat
recht?
Was
ist wirklich wahr?
Nur
wer erkennt, dass die folgenden, jeweils im Block untereinander stehenden
Begriffe, zusammen gehören wird auch erkennen, wie wirklich z. Bsp. die
Religion(en) ist (sind).
Dabei
meine ich erkannt zu haben ich, dass die Botschaft „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ im christlichen
Glauben wahrhaftig ist, nur wer lebt dies???????
Wer
liebt sich, wer ist in der Lage sich zu lieben? à Nur wer sich selbst
liebt kann auch andere lieben!
glauben
– wissen
Religion
– Wissenschaft
unlogisch –
logisch
Ideologie –
Wirklichkeit
Zerstörung
– Aufbau
Hass
– Liebe
Tod
– Leben
Zwang
– Freiheit
Die
Tendenz in der Religion führt hin zu Intoleranz dem anders Gläubigen gegenüber.
Der
Gläubige ignoriert eher die Wirklichkeit. Dies
zum 11.September 2001 und zum Glauben.
Wichtig ist zu verstehen,
dass alles hier Geschriebene und die sich evtl. dahinter verbergenden Aussagen
auch nur einer Wahrscheinlichkeit unterliegen, die Jeder für sich selber
annehmen und/oder deuten kann – oder auch nicht.
D.h., auch aus der
Gedankenrichtung eines Gläubigen gedacht kann sehr viel Wahrhaftiges entstehen,
dass von der Wahrscheinlichkeit her betrachtet besser sein kann, als meine
Ausführungen.
a.
die
Grundwerte
erkannt haben und leben
b.
wissen,
dass der Glaube sich durch Wissen reduzieren wird und letztendlich nur Wissen
übrig bleibt.
à glauben
heißt/bedeutet nicht wissen
Wann
bin ich frei im Kopf ?:
Wenn
ich vor einer Entscheidung stehe. (Peter Bieri, schweizer
Philosoph)
Wann
bin ich glücklich ?:
Wenn
ich Bewusstsein und Unterbewusstsein in Einklang
bringe.
Bestes
Beispiel hierfür: Verliebt sein. (Ulrich Rose)